
Was sind ABC-Waffen?
Atomare Kampfmittel
Raketen, Bomben, Granaten oder Minen, deren Wirkung auf der Energie beruht, die durch Spaltung (Atombombe – „A-Bombe“) oder Verschmelzung (Wasserstoffbombe – „H-Bombe“) von Atomkernen frei wird.
Obwohl Atombomben ursprünglich als strategische Waffen zur Ausrüstung großer Bomber entwickelt wurden, sind heute Atomwaffen für eine Vielzahl von sowohl strategischen als auch taktischen Anwendungen verfügbar. Nukleare Artilleriegranaten können sogar von tragbaren Granatwerfern im Feld abgeschossen werden. Atomsprengladungen können außerdem durch militärische sowie terroristische Kommandos allerorts installiert werden.
Wirkungen von Atomsprengkörpern:
Radioaktive Strahlung
Ca. 15 % der Gesamtenergie werden als Kernstrahlung freigesetzt. Hiervon entfallen 5 % auf die Anfangsstrahlung, die innerhalb der ersten Minuten auftritt und 10 % auf die Rückstandsstrahlung.
Bei der Detonation von Atomsprengkörpern treten u. a. Gamma- und Neutronenstrahlen auf. Die Schädigung wächst mit der Intensität und der Dauer der Strahlung. Unterschieden werden Anfangs- und Rückstandsstrahlung. Die Reichweite der Anfangsstrahlung beträgt mehrere Kilometer. Die später als eine Minute nach der Detonation wirksame Kernstrahlung wird als Rückstandsstrahlung bezeichnet. Der größte Teil der Rückstandsstrahlung geht von den radioaktiven Spaltprodukten aus, die im Falle einer Bodendetonation als sichtbarer trüber Fallout (radioaktiver Niederschlag) zur Erde zurück fällt. Die radioaktiven Staubteilchen oder Wassertröpfchen werden kilometerweit in der Höhe geschleudert und fallen je nach Windgeschwindigkeit und Windrichtung in den verschiedenen Luftschichten näher oder weiter vom Detonationspunkt nieder und verursachen eine radioaktive Kontamination des Bodens auf vielen Quadratkilometern. Schwere Teilchen fallen in kurzer Zeit nahe dem Detonationspunkt zu Boden, leichtere fallen im Laufe von Stunden oder Tagen auf die Erdoberfläche.
Die Intensität der Kernstrahlung wird als Dosisleistung in Sievert pro Stunde (Sv/h) angegeben. Sie nimmt mit der Zeit ab.
Die Wirkung der Kernstrahlung auf den Menschen ist abhängig von der aufgenommenen Strahlendosis.
Symptome der "Strahlenkrankheit":
Als „normale“, in natürlichen Umweltbedingungen vom Menschen aufgenommene Strahlendosis gelten 0,004 Sv pro Jahr.
Thermische Strahlung
Ca. 35 % der Gesamtenergie werden als thermische Strahlung freigesetzt.
Die vom Feuerball ausgehende thermische Strahlung breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Temperatur der Hitzestrahlung kann mehrere Millionen Grad Celsius erreichen.
Die Einwirkung thermischer Strahlung führt Im Radius von bis zu 14 km zur Zerstörung sämtlicher oberirdischer Gebäude. In Folge der extrem hohen Temperatur verdampfen jegliche ungeschützte Lebewesen.
Sogar in einer Entfernung von mehr als 50 km vom Detonationspunkt entflammen brennbare Gegenstände.
Druckwelle
Ca. 50 % der freigesetzten Energie wirken als Druckwelle.
Durch die starke Erhitzung der Luft entsteht ein Druck, der sich mit Schallgeschwindigkeit in alle Richtungen ausbreitet.
Verbunden mit einem lauten Knall tritt gleichzeitig ein plötzlicher orkanartiger Windstoß auf – zunächst als Luftstoß, dann als Luftsog.
Im Radius von mehr als 40 km stürzen große, wie kleine Gebäude, Brücken etc. ein.
Für den Menschen stellen die unmittelbaren Druckwirkungen eine große Gefahr dar, durch umherfliegende Trümmer, Gegenstände und Splitter. Schwerste Verletzungen werden dadurch hervorgerufen, dass Menschen durch zusammenstürzende Häuser verschüttet oder von der Druckwelle weggeschleudert werden.
Noch über 50 km entfernt können Menschen durch die Luft gewirbelt werden.
Nuklear-Elektromagnetischer-Puls (NEMP)
Darüber hinaus wird in Folge der Kernwaffendetonationen ein Nuklear-Elektromagnetischer-Puls (NEMP) erzeugt. Er tritt bei jeder Kernwaffendetonation auf und verursacht in elektrischen und elektronischen Bauteile und Geräten sowie Leitungen sehr starke Strom- und Spannungsstöße.
Dadurch werden die Bauteile und Geräte weitestgehend zerstört, Leitungen schmelzen und Isolationen werden durchschlagen.
Biologische Kampfmittel
Krankheitserregende Bakterien und Toxine (z. B. Milzbrand, Pest, Cholera, Diphtherie, Lepra, Syphilis, Typhus, Tuberkulose etc.), Viren (z. B. SARS, Ebola, Pocken, Lassa, Gelbfieber, Hepatitis, Tollwut etc.), Rickettsien (z.B. Fleckfieber, Q-Fieber etc.), Pilze (z. B. Coccidioidomykose etc.) sowie Schädlinge (Parasiten) für Menschen, Tiere und Pflanzen, zur Erzeugung von Seuchen oder Hungersnot.
Bei Menschen und Tieren können biologische Kampfstoffe über die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt, die Schleimhäute sowie die Haut in den Körper gelangen.
Der Einsatz von biologischen Kampfmitteln ist zwar offiziell völkerrechtlich verboten (d. h., eine Reihe von Staaten, hat sich verpflichtet, auf die Herstellung und Anwendung biologischer Kampfmittel für militärische Zwecke zu verzichten), aber eine Kontrolle der aufgeführten Verbote wurde völkerrechtlich nicht vereinbart.
Zahlreiche Staaten verfügen bereits über vielfältige Krankheitserreger in militärischen Laboren. Darüber hinaus sind zum Ende der Sowjetunion zahlreiche Krankheitserreger aus russischen Militär-Labors verschwunden.
Chemische Kampfmittel
Chemische Stoffe, die als Kampfstoffe in flüssigem oder gasförmigem Zustand den Feind schädigen oder töten sollen (nervenschädigende, hautschädigende, lungenschädigende, blutschädigende Kampfstoffe, Augen-, Nasen- und Rachenreizstoffe, z. B. Gelbkreuz, Grünkreuz etc.), als Brandstoffe (Brandsatz) Menschen und Sachwerte vernichten sollen (durch Magnesium, Phosphor, Napalm etc.) oder als Nebelstoffe die eigene Truppe tarnen oder den Feind blenden sollen.
Chemische Kampfmittel können schwere Schäden an Menschen und Tieren verursachen, Pflanzen zerstören und Material vorübergehend oder dauernd unbenutzbar machen.
Die Durchführung von Rettungsmaßnahmen kann in Frage gestellt werden.
Chemische Kampfmittel sind – wie biologische Kampfmittel – zwar völkerrechtlich geächtet, aber auch für sie ist keine Kontrolle vereinbart.
Diagramme

Quelle: www.radius-defense.com

Quelle: www.radius-defense.com
Raketen, Bomben, Granaten oder Minen, deren Wirkung auf der Energie beruht, die durch Spaltung (Atombombe – „A-Bombe“) oder Verschmelzung (Wasserstoffbombe – „H-Bombe“) von Atomkernen frei wird.
Obwohl Atombomben ursprünglich als strategische Waffen zur Ausrüstung großer Bomber entwickelt wurden, sind heute Atomwaffen für eine Vielzahl von sowohl strategischen als auch taktischen Anwendungen verfügbar. Nukleare Artilleriegranaten können sogar von tragbaren Granatwerfern im Feld abgeschossen werden. Atomsprengladungen können außerdem durch militärische sowie terroristische Kommandos allerorts installiert werden.
Wirkungen von Atomsprengkörpern:
Radioaktive Strahlung
Ca. 15 % der Gesamtenergie werden als Kernstrahlung freigesetzt. Hiervon entfallen 5 % auf die Anfangsstrahlung, die innerhalb der ersten Minuten auftritt und 10 % auf die Rückstandsstrahlung.
Bei der Detonation von Atomsprengkörpern treten u. a. Gamma- und Neutronenstrahlen auf. Die Schädigung wächst mit der Intensität und der Dauer der Strahlung. Unterschieden werden Anfangs- und Rückstandsstrahlung. Die Reichweite der Anfangsstrahlung beträgt mehrere Kilometer. Die später als eine Minute nach der Detonation wirksame Kernstrahlung wird als Rückstandsstrahlung bezeichnet. Der größte Teil der Rückstandsstrahlung geht von den radioaktiven Spaltprodukten aus, die im Falle einer Bodendetonation als sichtbarer trüber Fallout (radioaktiver Niederschlag) zur Erde zurück fällt. Die radioaktiven Staubteilchen oder Wassertröpfchen werden kilometerweit in der Höhe geschleudert und fallen je nach Windgeschwindigkeit und Windrichtung in den verschiedenen Luftschichten näher oder weiter vom Detonationspunkt nieder und verursachen eine radioaktive Kontamination des Bodens auf vielen Quadratkilometern. Schwere Teilchen fallen in kurzer Zeit nahe dem Detonationspunkt zu Boden, leichtere fallen im Laufe von Stunden oder Tagen auf die Erdoberfläche.
Die Intensität der Kernstrahlung wird als Dosisleistung in Sievert pro Stunde (Sv/h) angegeben. Sie nimmt mit der Zeit ab.
Die Wirkung der Kernstrahlung auf den Menschen ist abhängig von der aufgenommenen Strahlendosis.
Symptome der "Strahlenkrankheit":
| < 2 Sv (200 rem) | +/- 4 Sv (400 rem) | > 6 Sv (600 rem) |
| Kaum Anfangssymp- tome, evtl. leichter Schwindel; Erbrechen und Übelkeit fehlen meistens oder sind nur leicht ausgebildet | Schwindel und zu 70 bis 100 % schweres Erbrechen am 1. Tag innerhalb von 1 bis 2 Stunden und evtl. am 2. Tag in leichter Form; Schwächegefühl | Schwindel und zu 100 % schweres, stoßartiges Erbrechen nach wenigen Minuten bis zu wenigen Stunden; Durchfall, Fieber, Appetitlosigkeit, schwere Erschöpfung, Kreislaufschwäche |
| Sterblichkeitsrate: 0 bis 15 % (bei Komplikationen) | Sterblichkeitsrate: ca. 50 % | Sterblichkeitsrate: 95 bis 100 % |
Als „normale“, in natürlichen Umweltbedingungen vom Menschen aufgenommene Strahlendosis gelten 0,004 Sv pro Jahr.
Thermische Strahlung
Ca. 35 % der Gesamtenergie werden als thermische Strahlung freigesetzt.
Die vom Feuerball ausgehende thermische Strahlung breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Temperatur der Hitzestrahlung kann mehrere Millionen Grad Celsius erreichen.
Die Einwirkung thermischer Strahlung führt Im Radius von bis zu 14 km zur Zerstörung sämtlicher oberirdischer Gebäude. In Folge der extrem hohen Temperatur verdampfen jegliche ungeschützte Lebewesen.
Sogar in einer Entfernung von mehr als 50 km vom Detonationspunkt entflammen brennbare Gegenstände.
Druckwelle
Ca. 50 % der freigesetzten Energie wirken als Druckwelle.
Durch die starke Erhitzung der Luft entsteht ein Druck, der sich mit Schallgeschwindigkeit in alle Richtungen ausbreitet.
Verbunden mit einem lauten Knall tritt gleichzeitig ein plötzlicher orkanartiger Windstoß auf – zunächst als Luftstoß, dann als Luftsog.
Im Radius von mehr als 40 km stürzen große, wie kleine Gebäude, Brücken etc. ein.
Für den Menschen stellen die unmittelbaren Druckwirkungen eine große Gefahr dar, durch umherfliegende Trümmer, Gegenstände und Splitter. Schwerste Verletzungen werden dadurch hervorgerufen, dass Menschen durch zusammenstürzende Häuser verschüttet oder von der Druckwelle weggeschleudert werden.
Noch über 50 km entfernt können Menschen durch die Luft gewirbelt werden.
Nuklear-Elektromagnetischer-Puls (NEMP)
Darüber hinaus wird in Folge der Kernwaffendetonationen ein Nuklear-Elektromagnetischer-Puls (NEMP) erzeugt. Er tritt bei jeder Kernwaffendetonation auf und verursacht in elektrischen und elektronischen Bauteile und Geräten sowie Leitungen sehr starke Strom- und Spannungsstöße.
Dadurch werden die Bauteile und Geräte weitestgehend zerstört, Leitungen schmelzen und Isolationen werden durchschlagen.
Biologische Kampfmittel
Krankheitserregende Bakterien und Toxine (z. B. Milzbrand, Pest, Cholera, Diphtherie, Lepra, Syphilis, Typhus, Tuberkulose etc.), Viren (z. B. SARS, Ebola, Pocken, Lassa, Gelbfieber, Hepatitis, Tollwut etc.), Rickettsien (z.B. Fleckfieber, Q-Fieber etc.), Pilze (z. B. Coccidioidomykose etc.) sowie Schädlinge (Parasiten) für Menschen, Tiere und Pflanzen, zur Erzeugung von Seuchen oder Hungersnot.
Bei Menschen und Tieren können biologische Kampfstoffe über die Atemwege, den Magen-Darm-Trakt, die Schleimhäute sowie die Haut in den Körper gelangen.
Der Einsatz von biologischen Kampfmitteln ist zwar offiziell völkerrechtlich verboten (d. h., eine Reihe von Staaten, hat sich verpflichtet, auf die Herstellung und Anwendung biologischer Kampfmittel für militärische Zwecke zu verzichten), aber eine Kontrolle der aufgeführten Verbote wurde völkerrechtlich nicht vereinbart.
Zahlreiche Staaten verfügen bereits über vielfältige Krankheitserreger in militärischen Laboren. Darüber hinaus sind zum Ende der Sowjetunion zahlreiche Krankheitserreger aus russischen Militär-Labors verschwunden.
Chemische Kampfmittel
Chemische Stoffe, die als Kampfstoffe in flüssigem oder gasförmigem Zustand den Feind schädigen oder töten sollen (nervenschädigende, hautschädigende, lungenschädigende, blutschädigende Kampfstoffe, Augen-, Nasen- und Rachenreizstoffe, z. B. Gelbkreuz, Grünkreuz etc.), als Brandstoffe (Brandsatz) Menschen und Sachwerte vernichten sollen (durch Magnesium, Phosphor, Napalm etc.) oder als Nebelstoffe die eigene Truppe tarnen oder den Feind blenden sollen.
Chemische Kampfmittel können schwere Schäden an Menschen und Tieren verursachen, Pflanzen zerstören und Material vorübergehend oder dauernd unbenutzbar machen.
Die Durchführung von Rettungsmaßnahmen kann in Frage gestellt werden.
Chemische Kampfmittel sind – wie biologische Kampfmittel – zwar völkerrechtlich geächtet, aber auch für sie ist keine Kontrolle vereinbart.
Diagramme

Quelle: www.radius-defense.com

Quelle: www.radius-defense.com